Die Dankbarkeitsmeditation – Meditationstechniken für Einstieger

LuiseAchtsamkeit, Meditation1 Comment

Heute stelle ich dir die Dankbarkeitsmeditation vor. Wenn du zunächst grundlegende Informationen dazu bekommen möchtest, was genau Meditation eigentlich ist, schau doch mal in unser Meditations-1×1.

Auch über Dankbarkeit habe ich in einem anderen Blogpost bereits ausführlicher gesprochen. Deswegen möchte ich hier nur nochmal kurz darauf eingehen, was dir Dankbarkeit bringt und wieso man sie wunderbar in Meditation praktizieren kann.

Wieso Dankbarkeit?

Wenn wir dankbar sind, erkennen wir an, was alles bereits in unserem Leben ist. Anstatt nur an das zu denken, was wir gerne hätten oder was uns noch fehlt, fokussieren wir uns darauf, was wir bereits haben. Und das ist eine ganze Menge!
Dankbarkeit hilft uns also dabei, unseren Fokus neu auszurichten und eine andere Perspektive einzunehmen. Ein Glücksgefühl durchströmt uns und unsere Stimmung hebt sich augenblicklich. Dabei ist es komplett egal, ob wir für etwas materielles wie unser Handy oder unsere Klamotten dankbar sind, oder für immaterielle Dinge wie Freunde oder unser Sehvermögen.

Wieso Dankbarkeit in Meditation?

Es gibt verschiedenste Dankbarkeits-Übungen. Ein Weg, Dankbarkeit in die eigene tägliche Routine zu implementieren, ist über eine Dankbarkeitsmeditation. In der Meditation bringt man nicht nur den eigenen Körper zur Ruhe. Auch der Kopf wird klarer und die Gedanken langsamer. Man rezentriert sich und kann die eigene Aufmerksamkeit neu fokussieren. Jedesmal, wenn ich Dankbarkeit in meine Meditation integriere, spüre ich, wie mir warm ums Herz wird und ich danach ziemlich happy in den Tag starte.

Wenn du’s einfach mal ausprobieren möchtest, legen wir jetzt los!

 

Die Dankbarkeitsmeditation (dauert ca. 10 Minuten)

  1. Schau, dass du für die nächsten Minuten ungestört bist. Finde einen bequemen Sitz, und lege deine Hände mit den Handflächen nach oben auf den Oberschenkeln ab. Richte deinen Rücken auf, so, dass es für dich immer noch angenehm ist. Wenn du soweit bist, dann schließe dein Augen.
  2. Atme tief durch die Nase ein… und durch den Mund aus. Und nochmal: Tief durch die Nase einatmen… und durch den Mund wieder ausatmen. Spüre beim Einatmen, wie sich deine Bauchdecke hebt, und beim Ausatmen, wie sie sich wieder absenkt.
  3. Finde nun wieder zu deinem natürlichen Atemrhythmus zurück und bringe deine Aufmerksamkeit in dein Herz. Verbinde dich bewusst mit der Kraft, die von deinem Herzen ausgeht. Spüre deinen Herzschlag. Werde dir bewusst darüber, dass dein Herz über 100.000 Mal pro Tag für dich schlägt.
  4. Erinner dich jetzt an einen Menschen, für den du ganz besonders dankbar bist. Und wie dankbar du dafür bist, dass dieser Mensch Teil deines Lebens ist. Denke an all die besonderen Momente zurück, die du mit dieser Person bereits erlebt hast. Schau einmal, was diesen Menschen für dich so besonders macht. Wofür bist du ganz besonders dankbar? Was schätzt du an diesem Menschen besonders? Lass nun die Dankbarkeit für diesen Menschen in dein Herz fließen. Stell dir die Dankbarkeit wie ein strahlend weißes Licht vor, das sich von deinem Herzen in deinen gesamten Körper ausbreitet.
  5. Erinner dich nun an eine Entscheidung, die du getroffen hast, für die du dankbar bist. Für welche Entscheidung bist du besonders dankbar? Erinnere dich nochmal an den Moment, in dem du diese Entscheidung getroffen hast. Lass auch die Dankbarkeit dafür in dein Herz fließen. Und von da aus als helles Licht weiter in deinen gesamten Körper.
  6. Erinner dich jetzt an eine Erfahrung, die du in deinem Leben gemacht hast. An eine Situation, einen Moment, für den du dankbar bist. Vielleicht war es eine Hochzeit, ein Ausflug in die Natur, ein Erlebnis mit Menschen, die du liebst. Lasse nun auch die Dankbarkeit für diesen Augenblick in dein Herz fließen. Die Dankbarkeit breitet sich in deinem Körper aus, bis du erfüllt bist von dem weißen Licht. Dein gesamter Körper ist nun erfüllt von dieser Energie, von Dankbarkeit. Du erkennst die Fülle in deinem Leben. Die Liebe in deinem Leben. Die Erfahrung.
  7. Nun schau einmal, wie du diese Dankbarkeit heute mit in deinen Tag nehmen kannst, wenn du das möchtest. Vielleicht erinnerst du dich zwischendurch an die Dinge, die mittlerweile für dich schon normal geworden sind. Für die du aber eigentlich unglaublich dankbar sein kannst. Du kannst dich auch immer wieder an das helle Licht erinnern und dir vorstellen, wie es nach und nach deinen gesamten Körper einnimmt.
  8. Wenn du magst, kannst du nun deine Hände im Schoß zusammenlegen oder sie in Gebetshaltung vor deine Brust bringen. Bedanke dich für die Fülle in deinem Leben und für das Wunder, das du bist.
  9. Atme hier nochmal tief durch die Nase ein… und durch den Mund aus. Tief durch die Nase ein und durch den Mund aus. Und noch ein letztes Mal durch die Nase einatmen und durch den Mund wieder ausatmen.
  10. Wenn du soweit bist, dann öffne deine Augen.

 

Du kannst die Dankbarkeitsmeditation so oft wiederholen, wie du magst oder sie sogar in deine Morgenroutine integrieren. Je öfter man Dankbarkeitsübungen macht, desto leichter fällt es einem, auch die kleinen Dinge im Leben wieder mehr wertzuschätzen. Denn wir alle haben so viel, wofür wir dankbar sein können! 🙂

Wenn du noch mehr über die Themen Meditation und Achtsamkeit, gesunde Ernährung oder Nachhaltigkeit erfahren möchtest, schaue doch mal hier vorbei.

Person breitet die Arme zur Seite aus bei Sonnenuntergang

Photo by Zac Durant on Unsplash

 

One Comment on “Die Dankbarkeitsmeditation – Meditationstechniken für Einstieger”

  1. Hi, ich bin Luise. Neben meinem Psychologiestudium lese und schreibe ich gerne und liebe es, neue Dinge zu lernen. In diesem Blog möchte ich gerne meine Erfahrungen und Gedanken mit dir teilen. Dabei liegen mir die Themen Achtsamkeit, gesunde, bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Lass dich inspirieren!

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