So verstaust du deine Lebensmittel richtig!

LuiseErnährung, LebensmittelLeave a Comment

weiße aufgeräumte Küche

“Was gehört in den Kühlschrank, was nicht? In Originalverpackung aufbewahren oder besser selbst verpacken?” “Was darf zusammen verstaut werden?”
Über diese Fragen bin ich regelmäßig gestolpert, als ich frisch in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Und noch immer bin ich mir manchmal unsicher, wie ich welche Lebensmittel richtig lagern kann. Dabei ist das richtige Verstauen, besonders von Obst und Gemüse, sehr wichtig: Die richtige Lagerung von Lebensmitteln macht diese länger haltbar und lässt sie frisch bleiben. Verderben deine Lebensmittel, wirfst du nicht nur Geld zum Fenster hinaus, sondern trägst auch zur Lebensmittelverschwendung bei.

Wie du Lebensmittel richtig lagern kannst, erfährst du jetzt.

Der Einkauf

Wer gezielt einkauft, kann sich eine Menge verrotteter Lebensmittel ersparen. Plant man im Voraus ein wenig, für wann, wieviel und was genau man einkauft, fällt der Einkauf an sich nicht nur leichter – auch die Chancen, dass die Lebensmittel bis zum Verzehr “überleben” und frisch bleiben, ist viel höher. Wenn du nicht sicher bist, wann genau du dazu kommen wirst, gewisse Lebensmittel zu verspeisen, bietet es sich an, gefrorene und portionierbare Produkte zu kaufen.

Besonders für diejenigen unter uns, die gerne spontan einkaufen gehen und sich von den Regalen im Supermarkt inspirieren lassen, kann gezieltes Einkaufen eine echte Überwindung sein. Wie bei allem heißt es auch hier: Übung macht den Meister. Schreibt man sich Einkaufslisten oder nimmt sich sonntagabends eine halbe Stunde Zeit, um die Mahlzeiten der nächsten Woche ungefähr zu planen, muss man nicht jeden (zweiten) Tag aufs Neue in den Supermarkt rennen, gibt weniger Geld aus und geht achtsamer mit der eigenen Ernährung um. Du wirst sehen, es lohnt sich!

Lebensmittel richtig lagern

Die meisten Lebensmittel halten sich bei richtiger Aufbewahrung mindestens ein paar Tage. Selbstgemachte Saucen, Dips, Marmeladen oder Ähnliches müssen meist schneller, innerhalb von ca. zwei Tagen verzehrt werden (das gilt natürlich nur für Nicht-Konserviertes). Der Kühlschrank ist uns dabei ein großer Helfer. Wie viel er wirklich für uns tut, merken wir meist leider erst bei einem Stromausfall 😀 . Jedenfalls haben Kühlschränke verschiedene Kältezonen – denn manche Lebensmittel mögen es lieber wärmer, andere hingegen lieber kälter: 

  • Im untersten Bereich des Kühlschranks befindet sich meist ein Gemüsefach. Hier herrschen sechs bis acht Grad, was für die meisten Obst- und Gemüsesorten eine ideale Temperatur ist. Welche Sorten eine Ausnahme bilden, erfährst du weiter unten.
  • Die Ablage über dem Gemüsefach (oft eine Glasplatte) eignet sich zum Verstauen leicht verderblicher Lebensmittel wie Fleisch und Fisch. Hier ist es bei null bis fünf Grad am Kältesten. Diese Ablage kann auch gut zum schonenden Auftauen verwendet werden.
  • Die Mitte des Kühlschranks ist mit 4-5 Grad ein wenig wärmer als das Fach darunter. Hier fühlen sich besonders Milchprodukte wie Käse und Joghurt wohl. 
  • Im oberen Teil können bei acht Grad offene Konserven, Eingemachtes, bereits zubereitete Speisen oder auch Getränke gelagert werden.
  • In der Kühlschranktür ist es mit zehn bis 15 Grad am wärmsten. Eier, Butter, Dressings, Saucen, aber auch Milch, Wasser und Säfte sind hier bestens aufgehoben. 
  • Grundsätzlich empfiehlt es sich, offene Behälter, zubereitete Speisen und Käse und Wurst immer luftdicht abzudecken oder in einem Behälter zu  verschließen.
Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist übrigens “nur” eine Empfehlung des Herstellers. Wenn das MHD erreicht wurde, muss man das Lebensmittel also nicht gleich wegschmeißen. Man kann es in den meisten Fällen problemlos essen, wenn es einwandfrei riecht und kein Schimmel zu sehen ist. Das Verbrauchsdatum ist jedoch etwas anderes. Häufig wird es auf abgepacktem Fleisch, abgepackten Salaten oder Ähnlichem angegeben. An dieses Datum sollte man sich grundsätzlich halten, da man davon sonst krank werden könnte.

Obstschale im Sonnenlicht mit Zitrusfrüchten: Orangen, Zitronen, Limetten
Photo by Nick Fewings on Unsplash

Obst richtig verstauen

Für alle Obst- und Gemüsesorten gilt zunächst, dass sie am besten erst kurz vor dem Verzehr gewaschen werden sollten. Das Wasser macht sie empfindlicher und lässt sie schneller faulen. Außerdem sind sie dann angreifbarer für Keime.

Für die Lagerung von Obst gilt die Faustregel, dass heimische Sorten es lieber kühl mögen und die Exoten es gerne warm haben. Äpfel, Birnen oder Kirschen kann man also getrost im Kühlschrank lagern. Bananen, Mango und Zitrusfrüchte hingegen mögen Temperaturen von über 16 Grad und finden ihren Platz in der Obstschale. Kiwis und Feigen bilden bei den Exoten die Ausnahme – die können gerne im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Liegt ein Apfel in der Nähe von anderen Obstsorten, werden diese schneller faul. Den Reife- und Faulungsprozess regelt bei Pflanzen nämlich das Hormon Ethylen. Besonders viel Ethylen geben Äpfel ab, aber auch beispielsweise Pflaumen und Aprikosen. Solche Früchte also am besten getrennt voneinander lagern, um ein vorzeitiges Verderben der anderen Früchte zu vermeiden. Ist ein schnellerer Reifevorgang erwünscht (z.B. bei Bananen), bietet es sich aber sogar an, das jeweilige Obst neben einen Apfel zu legen.

Reife Bananen? 

Ist die Banane irgendwann brauner, als sie gelb ist, wandert sie in vielen Haushalten in die Tonne. Das muss nicht sein. Reife Bananen lassen sich super einfrieren und für Smoothies oder Nice-Cream verwenden! Ich schneide die Banane dafür in mehrere kleine Stücke, gebe sie in einen wiederverwendbaren Plastikbeutel und lagere sie im Gefrierfach. In Smoothie Bowls macht sich die gefrorene Banane super: Sie kühlt und verleiht der Bowl eine herrlich cremige Konsistenz. Unbedingt mal ausprobieren!

Gemüse richtig verstauen

Die allermeisten Gemüsesorten fühlen sich im Kühlschrank wohl. Die wohl populärste Ausnahme bilden Tomaten. Aber auch die Kartoffel, die Aubergine und der Kürbis mögen die Kälte des Kühlschranks nicht. Besonders die Kartoffel mag es dunkel und gut durchlüftet, kann also auch gut im Keller gelagert werden. Dasselbe gilt übrigens auch für Zwiebeln und Knoblauch.

Egal ob Obst oder Gemüse: Es empfiehlt sich, Plastikverpackungen vor der Lagerung zu entfernen. In Plastik bildet sich schneller Schwitzwasser, das die Lebensmittel schneller faulen lässt. Insbesondere Pilze kann man gut in einer Papiertüte oder in einem Küchentuch eingewickelt aufbewahren.

Brot und Backwaren richtig lagern

Geschnittenes Brot schimmelt schneller als halbe oder ganze Laibe Brot. Am besten kann man Brot lagern, indem man es in ein Küchentuch wickelt und in den Brotkasten legt. Den Brotkasten übrigens am besten regelmäßig reinigen, da Brotkrümel die Schimmelbildung fördern. Wer keinen Brotkasten hat, kann das eingewickelte Brot auch mit der Schnittfläche nach unten auf einem Schneidebrett im Zimmer lagern. Generell ist es übrigens so, dass sich Weizenbrot nicht so lange hält wie Roggenbrot bzw. generell Brot aus dunklerem Mehl.

Wenn du noch mehr über die Themen gesunde Ernährung, Achtsamkeit oder Nachhaltigkeit erfahren möchtest, schaue doch mal hier vorbei.

Hast du weitere Tipps, wie man Lebensmittel richtig lagern kann? Dann teile sie doch gerne mit uns! 🙂

Richtiges Lagern von Lebensmitteln: Brot in ein Küchentuch eingewickelt
Photo by Kate Remmer on Unsplash

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