Müde nach dem Essen? Das solltest du wissen!

LuiseErnährung1 Comment

Mann ist müde nach dem essen und sitzt mit einem Buch über dem Gesicht erschöpft auf einem Stuhl

Kennst du das? Nach dem Essen will man sich am liebsten erstmal ausruhen und auf die Couch werfen. Man fühlt sich schlapp, so als wäre die Nahrungsaufnahme eine durchaus anstrengende Tätigkeit. Dabei wollen wir doch eigentlich durchs Essen Energie aufnehmen und nicht verlieren, oder? Also, wieso fühlen wir uns so müde nach dem Essen?

Bevor ich darauf eingehe, was die Gründe dafür sind und wie man die Essensmüdigkeit besiegen kann, möchte ich einen Ausflug in meine persönliche Geschichte und meine Erfahrungen mit dem Thema machen.

Vielleicht geht’s dir ähnlich wie mir…

Ich selbst habe lange den Zustand der Müdigkeit nach dem Essen hingenommen, ohne dass ich mir großartig darüber bewusst war. Es war einfach normal, ich kannte es nicht anders. Also ist es mir auch nicht wirklich aufgefallen. Doch dann bin ich vor circa anderthalb Jahren durch einen Post auf Instagram darauf aufmerksam geworden, dass es wohl vielen so geht. Und dass es uns nicht so gehen muss. Dass es ein Anzeichen für “falsche” oder ungesunde Ernährung sein kann. Ich veränderte daraufhin zwar nicht von jetzt auf gleich meine Ernährungsweise, behielt diese neue Information aber im Hinterkopf.

In den kommenden Wochen und Monaten fing ich an, mich immer mehr mit Ernährung, Lebensmitteln und deren Auswirkungen auf unseren Körper zu beschäftigen. Ich achtete vermehrt darauf, weniger Zucker und dafür mehr unverarbeitete Lebensmittel zu mir zu nehmen. Und ich bemühte mich, wieder mehr Wasser zu trinken. Ich war einfach neugierig, ob diese Veränderungen sich auch auf meinen Körper und mein Wohlbefinden auswirkten, denn im Internet schienen bei manchen Personen schon die kleinsten Veränderungen große Auswirkungen hervorzurufen. Zuerst dachte ich mir: “Als ob das, was ich esse, so eine großen Effekt auf meine Stimmung und meinen Körper haben kann”. Aber ich wollte es trotzdem ausprobieren.

Was hat sich verändert?

Schon nach ein paar Tagen bemerkte ich, dass ich mich energiegeladener und ausgeglichener fühlte. Ich fühlte mich rundum versorgt, meine Haut strahlte regelrecht, und nicht selten bekam ich von meinem Umfeld die Anmerkung, wie gesund und frisch ich doch aussah – und dass ich kaum noch müde nach dem Essen war. Zuerst hatte ich gar nicht glauben wollen, was für einen Unterschied eine ein bisschen veränderte Ernährung machen kann, und ich fragte mich, wieso ich nicht schon früher damit angefangen hatte. Dann dachte ich darüber nach, wie viel anderen Personen es wohl so gehen musste, dass sie sich schlapp und müde nach dem Essen fühlten. Und das bringt mich heute dazu, einen kleinen Post darüber zu schreiben.

Heute ist es für mich das logischste überhaupt, dass Körper, Geist und Nahrung so stark miteinander verknüpft sind. Das, was wir zu uns nehmen, wird in unserem Inneren weiterverarbeitet oder gespeichert. Also sind wir in gewisser Weise wirklich das, was wir essen.

Wieso fühle ich mich müde nach dem Essen?

An sich ist Müdigkeit nach der Nahrungsaufnahme eine vollkommen natürliche Reaktion des Körpers. Verdauung kostet dem Körper Kraft, und mehr Blut wird in die Verdauungsorgane geleitet, da es beispielsweise für die Aufnahme und den Abtransport von Nährstoffen gebraucht wird. Dieses Blut fehlt uns dann in anderen Teilen des Körpers. Unser Gehirn wird so mit weniger Sauerstoff versorgt – und wir werden müde.

Besonders einfache Kohlenhydrate, Zucker und somit auch die meisten Süßigkeiten führen ebenfalls zu Müdigkeit. Sie steigern den Blutzuckerspiegel rapide, wodurch wir einen “Wachkick” erleben. Danach schüttet der Körper als Reaktion darauf vermehrt Insulin aus. Das Insulin fördert den Einstrom von Zucker in die Körperzellen, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder sinkt. Dadurch ist das Gehirn unterversorgt, und was folgt, ist Müdigkeit.

Auch die Aminosäure Tryptophan führt zu nahrungsbedingter Müdigkeit. Besonders Eier, Fleisch und Fisch enthalten Tryptophan. Es gelangt über ein spezielles Transportsystem über das Blut ins Gehirn und wird dort in Serotonin umgewandelt. Serotonin führt dazu, dass wir uns glücklich fühlen – aber auch ein wenig schläfrig und schlapp.

Was kann ich gegen Müdigkeit nach dem Essen tun?

  • Obwohl das “Energietief” nach dem Essen natürlich ist, lässt es sich minimieren und fällt je nachdem, was wir essen, unterschiedlich aus. Je schwerer verdaulich das Essen ist, desto müder fühlen wir uns. Besonders Fett und einfache Kohlenhydrate brauchen lange, um verdaut zu werden. Komplexe Kohlenhydrate dagegen, die in Gemüse, Reis und Vollkornbrot enthalten sind, lassen den Blutzuckerspiegel gleichmäßig steigern und sorgen so dafür, dass er nicht rapide absinkt.
  • Darüber hinaus sollte man nicht zu viel essen. Je mehr Nahrung man zu sich nimmt, desto mehr muss der Körper verdauen, und desto müder fühlt man sich eben auch.
  • Flüssigkeitsmangel macht ebenfalls schlapp, weil der Körper dann weniger Blut zum Gehirn transportiert. Daher hilft es, reichlich zu trinken – worauf man ohnehin achten solle.
  • Auch frische Luft kann schon viel helfen! Sie versorgt unser Gehirn mit Sauerstoff. Das lässt sich gut mit einem kleinen Spaziergang kombinieren. Denn Bewegung unterstützt die Verdauung. Aber auch Alltagsbewegungen helfen, z.B. Treppen laufen oder den Müll wegbringen.
  • Doch auch Ruhe in Form eines Nickerchens hilft. Hier sollte man lediglich darauf achten, nicht mehr als 15 Minuten zu schlafen, denn dann sinkt der Kreislauf stark ab.
  • Wenn man also müde nach dem Essen ist, ist sowohl ein Spaziergang als auch ein kurzer Mittagsschlaf super – vor allem nach einer besonders üppigen Mahlzeit.

Was hilft dir am meisten, dich nach dem Essen nicht mehr so müde zu fühlen? Berichte mir gerne von deinen Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren!

Wenn du noch mehr über die Themen gesunde Ernährung, Achtsamkeit oder Nachhaltigkeit erfahren möchtest, schaue doch mal hier vorbei.

One Comment on “Müde nach dem Essen? Das solltest du wissen!”

  1. Hi, ich bin Luise. Neben meinem Psychologiestudium lese und schreibe ich gerne und liebe es, neue Dinge zu lernen. In diesem Blog möchte ich gerne meine Erfahrungen und Gedanken mit dir teilen. Dabei liegen mir die Themen Achtsamkeit, gesunde, bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Lass dich inspirieren!

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