Die Kraft des Journaling (Teil 2) – Wie funktioniert Journaling?

LuiseAchtsamkeit1 Comment

Person schreibt in ein offenes Journal, neben sich eine Tasse Kaffee und ein angebissenes Croissant

Journaling kann ein sehr magisches Tool sein, das dir dabei hilft, nach und nach deine Wunsch-Realität aufzubauen, dich selbst zu reflektieren und ein positives Mindset zu entwickeln. Im ersten Teil dieser Mini-Reihe haben wir besprochen, was genau ein Journal ist. Heute schauen wir uns an, wie genau Journaling funktioniert.

Was brauche ich zum Journaln?

Im Prinzip brauchst du lediglich ein Notizbuch und einen Stift. Das Notizbuch kann liniert, kariert, gepunktet, oder blanco sein. Wie groß, klein, dick oder dünn es ist, ist ebenfalls dir überlassen. Das wichtigste ist, dass du Spaß an dem Buch hast und es gerne in die Hand nimmst und anschaust. Es muss dir gefallen. Dasselbe gilt für den Stift. Suche dir einen aus, mit dem du gerne schreibst. Vielleicht magst du dir auch einen Stift speziell für dein Journal anschaffen.

Natürlich kannst du dein Journal auch am PC oder Handy führen. Ich lege dir jedoch wärmstens ans Herz, dein Journal handschriftlich zu führen. Das Niederschreiben mit der Hand hat eine viel stärkere Wirkung als das Tippen auf einer Tastatur.

Falls dich ein komplett leeres Journal überfordert und du gerne ein wenig Anleitung oder Begleitung auf deinem Weg hättest – Ich habe gute Nachrichten für dich! Es gibt viele, ganz wundervolle Journals mit “vorgefertigten” Seiten, auf denen du Inspiration und Übungen findest.

Meine Top-3 Journals sind das 6-Minuten-Tagebuch (für die, die nicht so viel Zeit haben), der KLARHEIT-Kalender (mit dem du deinen Alltag achtsam planen kannst – hiervon gibt es auch eine weniger umfangreiche Version, das KLARHEIT-Journal), und das Rise-Up-And-Shine-Journal (die etwas spirituellere Version, wunderschön gestaltet mit vielen Impulsen).

Wie gehe ich vor?

Auch hier gibt es keine festen Regeln. Manche füllen gerne morgens direkt nach dem Aufwachen mehrere Seiten, andere schreiben in Stichpunkten auf, wofür sie dankbar sind, und wieder andere beantworten jeden Abend dieselben konkrete Fragen. Finde heraus, was zu dir passt und womit du dich am wohlsten fühlst. Schließlich soll sich das Journaln nicht wie eine weitere Verpflichtung anfühlen. Du solltest Spaß an der Sache haben!

Die meisten Menschen integrieren das Journaln in ihre Morgenroutine. Das ist sehr sinnvoll, weil du dann mit einer positiven Energie in den Tag starten kannst. Wenn du schon früh morgens deine Gedanken ein wenig ordnest und dich auf erfreuliche Dinge fokussierst, beeinflusst das deinen gesamten Tag positiv. Am besten räumst du morgens 5-30 Minuten für deine Journaling-Routine ein. Es lohnt sich wahnsinnig, dafür ein wenig früher aufzustehen!
Die 5-30 Minuten sind natürlich nur ein grober Richtwert. Gerade am Anfang solltest du einfach beobachten, wie viel Zeit du brauchst. Manche formulieren Sätze lieber aus und lassen sich Zeit, um nachzudenken. Andere schreiben lieber Stichpunkte oder ihre Gedanken schnell nieder – hier ist alles erlaubt!

Person schreibt in einem Café in ein Journal
Photo by Daria Shevtsova on Unsplash

Worüber schreibe ich?

Ich möchte mich nur ungern wiederholen, aber auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, wie vorhin schon erläutert, dass du dich auf Positives fokussierst. Ich möchte dir aber trotzdem ein paar Anregungen geben, die sich auch in den “vorgefertigten” Journals häufig wiederfinden:

1. Dankbarkeit

…ist der Schlüssel zu einem glücklichen Leben! Wenn du dir über all das bewusst wirst, was bereits in deinem Leben ist, breitet sich in dir ein angenehmes Gefühl aus und du bist automatisch besser gelaunt. Du erlebst dich selbst und deine Lebenssituation nicht mehr als mangelhaft, sondern als erfüllt. Dabei ist übrigens ganz egal, ob du große oder kleine Dinge aufschreibst, für die du dankbar bist. 

2. Intentionen und Affirmationen

…sind Leitsätze, die dich durch deinen Tag tragen. Eine Affirmation ist ein kurzer, positiv und in der Gegenwart formulierter Glaubenssatz (z.B. “Ich bin genug”/“Ich bin erfüllt.”/“Jeder Zelle meines Körpers geht es gut.”). Es ist wichtig, dass die Affirmation mit dir resoniert und dich bekräftigt. Eine Intention ist eine Absichtserklärung, die ebenfalls in der Gegenwart formuliert ist. Hierbei geht es darum, worauf du dich an diesem Tag fokussieren möchtest. Beispiele für Intentionen können sein: “Ich fokussiere mich auf meine Stärken.” / “Ich erreiche meine Ziele mit Leichtigkeit”. “Ich bin ruhig und entspannt.”
Affirmationen und Intentionen kannst du morgens festlegen und den Tag über immer wieder in Gedanken wiederholen. Sie helfen dir dabei, positiv über dich selbst zu denken und einen Fokus zu erschaffen.

3. Erfolge

…sind wichtig, um uns zu zeigen, was wir bereits geschafft haben. Wir sind oft sehr hart mit uns selbst und kritisieren uns viel öfter, als und zu loben. Wenn du dir täglich klar machst, was du geschafft hast, stärkt das nicht nur dein Selbstbewusstsein sondern spiegelt dir auch deinen Fortschritt wieder. Ein Erfolg kann noch so klein und doch bedeutend sein. Du bist nicht nur erfolgreich, wenn du eine Präsentation vorbereitest, eine Klausur bestehst oder einen neuen Kunden gewinnst. Erfolge können auch sein, dass du ausreichend getrunken hast oder positiv mit dir selbst gesprochen hast. 

4. Ziele

…aufzuschreiben, ist ebenfalls sehr kraftvoll. Dabei formulieren viele ihre Ziele so, als wären sie bereits geschehen bzw. wahr geworden (z.B. “Ich arbeite in meinem Traumjob als…” / “Ich meditiere jeden Tag” / “Ich führe eine erfüllte Beziehung, die so-und-so aussieht.”). Das führt dazu, dass dein Unterbewusstsein denkst, diese Dinge seien bereits Realität und das wiederum hilft dir dabei, die Dinge umzusetzen. Du bist deinen Zielen gegenüber positiv eingestellt und glaubst an deine Schöpferkraft. Denn wie im letzten Post gesagt – du wirst zu dem, worüber du tagtäglich nachdenkst!

Das Journaln ist meiner Meinung nach berechtigterweise ein Trendthema. Es hilft uns dabei, positiv zu bleiben und unseren Fokus auf das zu richten, was uns wichtig ist. Außerdem verbessert es unsere Stimmung und schafft einen angenehmen Start in den Tag. Es lohnt sich, es einfach mal auszuprobieren.

Mach’s auf deine Art. Setze dich nicht unter Druck. Mach’s dir gemütlich mit einer Tasse Tee, Kerzen oder entspannender Musik. Gönn dir die Zeit mit dir und deinen Gedanken. Und am allerwichtigsten: Hab Spaß!

Wenn du noch mehr über die Themen Achtsamkeit, gesunde Ernährung oder Nachhaltigkeit erfahren möchtest, schaue doch mal hier vorbei.

Notizbücher liegen zusammen mit Stiften, einem Kristall und Blumen auf einem Tisch
Photo by Joanna Kosinska on Unsplash

One Comment on “Die Kraft des Journaling (Teil 2) – Wie funktioniert Journaling?”

  1. Hi, ich bin Luise. Neben meinem Psychologiestudium lese und schreibe ich gerne und liebe es, neue Dinge zu lernen. In diesem Blog möchte ich gerne meine Erfahrungen und Gedanken mit dir teilen. Dabei liegen mir die Themen Achtsamkeit, gesunde, bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Lass dich inspirieren!

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