Artikel: Songkran: Das thailändische Neujahrsfest – Bedeutung & Inspiration für uns

Songkran: Das thailändische Neujahrsfest – Bedeutung & Inspiration für uns
Wenn in Thailand der April beginnt, liegt etwas Magisches in der Luft: Songkran, das traditionelle Neujahrsfest, verwandelt ganze Städte in bunte, fröhliche Orte voller Wasser, Lachen und spiritueller Tiefe. Was auf den ersten Blick wie eine ausgelassene Wasserschlacht wirkt, birgt in Wahrheit eine tiefe spirituelle Bedeutung. Songkran ist eine Zeit des Innehaltens, der Reinigung, der Versöhnung und des Neuanfangs.
Was ist Songkran eigentlich?
Songkran leitet sich vom Sanskrit-Wort „Sankranti“ ab und bedeutet sinngemäß „Übergang“. Das Fest markiert den Beginn des traditionellen thailändischen Sonnenjahres – meist zwischen dem 13. und 15. April. Es ist vergleichbar mit unserem westlichen Neujahr, aber auch wieder ganz anders. Während wir mit Feuerwerk und Vorsätzen ins neue Jahr starten, feiern die Thailänder:innen mit Wasser, Blumen und viel Herzlichkeit.

Die Bedeutung hinter dem Wasser
Wasser spielt bei Songkran die zentrale Rolle. Ursprünglich war es ein symbolischer Akt der Reinigung – man besprengte Buddha-Statuen mit duftendem Wasser, um sich für das kommende Jahr zu segnen. Auch älteren Familienmitgliedern wurde achtsam Wasser über die Hände gegossen, begleitet von guten Wünschen. Heute wird das Ritual auf die Straße getragen: Ganze Städte verwandeln sich in fröhliche Wasserschlachten, bei denen Jung und Alt mit Wasserpistolen und Schüsseln bewaffnet unterwegs sind. Und auch wenn es chaotisch wirken mag, steckt darin eine tiefe Symbolik – es geht um Reinigung, Loslassen und ein freudiges Willkommen für das, was kommen darf.

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Rituale & Traditionen: Mehr als nur eine Wasserschlacht
Songkran ist ein Familienfest. Viele Menschen kehren in ihre Heimatdörfer zurück, um Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen. Gemeinsam besucht man Tempel, bringt Opfergaben, reinigt Buddha-Statuen, gedenkt verstorbener Angehöriger. Die Stimmung ist zugleich festlich und ruhig, ausgelassen und spirituell. Es ist diese Mischung, die Songkran so besonders macht – und die zeigt, wie sehr wir Menschen nach Verbindung, Reinigung und einem echten Neuanfang streben.
Songkran und Achtsamkeit: Altes loslassen, Neues begrüßen
Während unser westliches Silvester oft von Erwartungen und Partys geprägt ist, wirkt Songkran fast meditativ. Es lädt dazu ein, still zu werden, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen und Platz für das Neue zu schaffen. Es geht nicht um „höher, schneller, weiter“, sondern um inneren Frieden. Um die Frage: Was darf gehen? Was will ich einladen? Vielleicht ist das Wasser dabei ein Symbol für all die Dinge, die wir loslassen können – um wieder klar zu sehen.

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Was wir von Songkran für unseren Alltag lernen können
Songkran erinnert uns daran, dass ein Neuanfang nicht immer laut sein muss. Dass Reinigung auch innerlich stattfinden kann – im Herzen, in den Gedanken, im Blick auf uns selbst. Und dass Rituale uns helfen können, bewusster durchs Leben zu gehen. Vielleicht brauchen wir kein tropisches Fest, um dieses Gefühl zu spüren. Vielleicht reicht eine Schale Wasser, ein kurzer Blick in den Himmel oder ein stiller Moment bei dir selbst – und plötzlich fühlt sich das Jetzt wie ein Neuanfang an.

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