Dinge, die ich vor dem Beginn meiner Nachhaltigkeits-Reise gerne gewusst hätte (Teil 1/2)

Zu Beginn meiner Auseinandersetzung mit Themen wie Veganismus, zero waste oder einem nachhaltigen Lebensstil, wäre ich glaube ich gerne über einen Post wie diesen hier gestolpert. Denn es gibt eine ganze Menge an Dingen, die mir im Voraus niemand gesagt hat. Und als es dann soweit war, kamen in mir Gefühle von Schuld, Scham, Versagen oder Angst auf. Also: Egal ob auch du dich noch am Anfang deiner Nachhaltigkeits-Reise befindest oder schon mitten drin steckst – ich hab’ dir was zu sagen! 🧡

1. Du kannst nicht alles auf einmal verändern

Wenn du dich dafür entscheidest, deinen Lebensstil oder einen Bereich deines Lebens grundlegend zu ändern dann ist das keine Entscheidung, die sich vollstens von jetzt auf gleich umsetzen lässt. Schließlich möchtest du dich bzw. dein Leben ja nachhaltig verändern, langfristig und im besten Falle für den Rest deines Lebens. Wie in dem Spruch “Das Leben ist kein Sprint, sondern ein Marathon”, heißt es auch hier: einen Gang runterschalten. :)

Vielleicht bist du gerade am Anfang super motiviert und möchtest am liebsten alles gleichzeitig ändern. Für manche Menschen funktioniert das, und das ist super. Für die, für die das nicht funktioniert, ist das aber genauso okay.

Vielleicht fühlst du dich auch total überfordert, und weißt gar nicht, wo du wie und wann anfangen sollst. Auch das ist normal. Versuche dich stets daran zu erinnern, einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

Du solltest auch mit einbeziehen, was deine Möglichkeiten sind. Nicht jede:r hat einen Wochenmarkt oder Unverpacktladen um die Ecke, nicht jede:r kann sich leisten, ab morgen das Auto stehen zu lassen. Du kannst diese Dinge mit der Zeit ändern. Auch Umstände und Umgebungen lassen sich anpassen, aber all das braucht eben Zeit.

Nimm dir am besten also erstmal nur eine Sache (z.B. deine Ernährung, deine Mülltrennung oder dein Konsumverhalten) vor. Sei ehrlich und realistisch mit dir selbst und schau, wo genau du ansetzen möchtest. Nach und nach wirst du sehen, wie sich automatisch weitere Schritte ergeben. Aber es ist okay, KLEIN anzufangen.

Kleine Pflanze wird in Händen gehalten

Photo by Noah Buscher on Unsplash

2. Du darfst Fehler machen

“Wie? Aber ich habe mich doch dazu entschlossen, mich ab heute vegan zu ernähren… Da darf ich mir doch keine Fehler erlauben?!”

Oh, doch. Denn Fehler passieren, manchmal sind sie unvermeidbar, manchmal sind sie fremdverschuldet. 

Wenn du also ausversehen im Café deines Vertrauens aus Gewohnheit einen “normalen” Vanilla Latte anstelle eines Kaffees mit Hafermilch bestellst, dann ist das halb so wild. Das Gleiche gilt, wenn der/ die Barista dir ausversehen echte Kuhmilch einschenkt, und du es erst bemerkst, nachdem du den ersten Schluck getrunken hast. Du bist kein:e Heuchler:in, du hast nicht versagt, du musst dich nicht schuldig fühlen, und du bist auch kein:e “schlecht:e Veganer:in”. Du bist du, und es ist eben mal ein Fehler passiert. Allein dass du dir überhaupt Gedanken über diese Dinge machst, zeigt, was für ein toller Mensch du bist. 

Fehler gehören eben auch hier – wie immer im Leben – dazu. Versuche, Fehler nicht als negativ, sondern eher als positiv zu bewerten. Denn daraus kannst du lernen und fürs nächste Mal etwas mitnehmen. Du kannst dich verbessern, und gleichzeitig zeigen dir Fehler auf, wie weit du doch schon gekommen bist. Denn Veränderung fängt im Kopf an, und vorher hättest du diesen “Fehler” noch nicht mal als “Fehler” erkannt oder eingestuft. Und das ist doch auch schon was, oder?

Also entspann’ dich, und freu dich bei deinem nächsten “Fehler” auf die Möglichkeit, etwas dazu zu lernen. :)

3. Deine Reise ist ganz allein deine Reise

Dieser Punkt ist mir fast der Wichtigste, denn er kann auch auf so gut wie jeden anderen Lebensbereich angewandt werden. Sobald du dich mit anderen Menschen vergleichst, fängst du an, zu bewerten. Und zwar nicht nur die andere Partei, sondern gleichzeitig auch dich selbst. Wir tendieren schnell dazu, uns runterzumachen oder all das zu sehen, was noch vor uns liegt, anstatt uns auf das zu fokussieren, was wir bereits geschafft haben. 

Es bringt wirklich nichts, den eigenen ersten Schritt mit dem hundertsten oder tausendsten Schritt eines Anderen zu vergleichen. Es ist super, wenn andere Menschen sich dazu entschlossen haben, nie wieder zu fliegen oder es schaffen, einen 100%ig veganen Lebensstil umzusetzen. Das heißt aber nicht automatisch, dass du ein schlechter Mensch bist, nicht genug Ehrgeiz hast oder sonst was. Du bist eben auf deinem ganz eigenen Weg, und wer weiß, was alles noch kommen kann?

Sich mit anderen Menschen zu vergleichen, die viel weiter zu sein scheinen als wir selbst, kann stark auf die Psyche schlagen und Gefühle von Eifersucht, Angst, Unsicherheit oder sogar Selbsthass hervorrufen. 

Also lass mich dir hier ein für alle mal sagen: Deine Bestrebungen sind super; alles was du veränderst oder versuchst, zu ändern, ist super. Allein schon ein verändertes Bewusstsein für die Dinge zu entwickeln ist ein super Schritt. Du übernimmst Verantwortung und hast die Kontrolle über dein Leben und du triffst die bewusste Entscheidung, es anders zu machen als vorher. Das alles ist SUPER COOL! Denn mit deinem Handeln bewirkst du als Individuum und für die Gesellschaft eine ganze Menge! 

Also hör auf, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Mach dein eigenes Ding, und wenn überhaupt dann vergleiche dich mit dem Menschen, der du gestern / vor ein paar Jahren gewesen bist. :)

Ein kleiner Hinweis:

Dies ist der erste Teil eines etwas längeren Artikels. Welche beiden anderen “Tipps” ich dir gerne mit auf den Weg geben würde, erfährst du im zweiten Teil. Sobald dieser veröffentlicht ist, wirst du hier einen Link finden. 

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Nachhaltigkeit Reise durch die Natur

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