Drei Tipps, die dir dabei helfen, auf vegane Ernährung umzusteigen

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2 Frühstücksschüsseln mit Früchten

Der Wechsel zu einer neuen Form der Ernährung oder auch die Etablierung neuer Essgewohnheiten ist meist nicht so leicht – dabei ist eigentlich erstmal egal, zu welcher Ernährungsform man wechselt. Doch besonders bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung kommen bei vielen oftmals große Zweifel auf: Schaffe ich es, auf tierische Produkte zu verzichten? Wo fange ich an? Kann ich dann überhaupt noch auswärts essen gehen? Werde ich satt? 

All das sind berechtigte Fragen, die nunmal auftauchen, wenn man darüber nachdenkt, eine Umstellung auf vegane Ernährung vorzunehmen. Aber “groß” muss nicht zwangsweise auch “schwierig” bedeuten. Fast alle in meinem Umfeld, die sich vegan ernähren, haben zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben mal gesagt: “Vegan? Das könnte ich NIE!”. Und als sie dann anfingen, sich vegan zu ernähren – aus welchem Grund auch immer – lösten sich all diese Zweifel ziemlich schnell in Luft auf…

Heute möchte ich daher drei grundlegende Tipps mit dir teilen, die auch dir den Wechsel zu einer veganen Ernährung erleichtern werden. 

1. Was ist dein “WARUM”?

Es ist eine Sache zu wissen, wie vegane Ernährung funktioniert. Es ist eine ganz andere Sache zu wissen, warum du dich für eine vegane Ernährung entschieden hast. Denn wenn du nach einem langen Arbeitstag abends hungrig und erschöpft an einem Fastfood-Restaurant stehen bleibst um dir eine Pizza oder einen Döner zu bestellen, hilft es dir nicht, zu wissen, wie man sich am besten vegan ernährt. In einer solchen Situation musst du dich daran erinnern, warum du dich jemals dafür entschieden hast, auf so leckere Dinge wie Käse oder Fleisch verzichten zu wollen. Dein WARUM ist dein stärkstes Tool und mit das wichtigste, wenn es darum geht, eine vegane Ernährung umzusetzen und “durchzuziehen”. Frage dich also: Warum möchte ich mich vegan ernähren? Horche tief in dich hinein.

Deine Motivation ist umso stärker, wenn sie wirklich aus dir heraus kommt, und nicht von außen. Denn alles, was wir erreichen möchten (sei es Abzunehmen, ein Buch zu schreiben oder eben die Ernährung umzustellen) wird am ehesten greifbar und zur Realität, wenn unsere Motive intrinsisch sind. Wenn wir selbst wissen, WARUM und WOZU wir etwas tun, anstatt etwas nur zu tun, weil andere gerne möchten, dass wir es tun, weil es gerade irgendwie alle machen oder weil wir Anerkennung suchen. 

Beispiele für dein WARUM

Vielleicht möchtest du dich vegan ernähren, weil Kuhmilch für Kälber gedacht sind, und nicht für Menschen. Oder weil du es nicht mehr länger unterstützen möchtest, unter welchen Bedingungen Tiere wie Kühe, Hühner oder Schweine ihr Leben verbringen müssen und wie grausam sie dann auch noch getötet werden – nur damit dann würziges Protein auf unseren Tellern liegt. Vielleicht ist deine Motivation dafür, dich vegan zu ernähren, dem Klima und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Das Leben deiner Kinder und Enkelkinder zu sichern und mit der Natur zu arbeiten, anstatt gegen sie. Es kann auch sein, dass deine Motivation ist, dich gesund und pflanzenbasiert zu ernähren, um von den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen einer veganen Ernährung zu profitieren, z.B. um degenerative Krankheiten vorzubeugen. 

Zusammengefasst: Werde dir über dein WARUM bewusst. Wenn du dich vegan ernährst, trägst du nicht mehr zur Folterung und Tötung unschuldiger Tiere bei. Du reduzierst den weltweiten Wasserverbrauch und CO2-Ausstoß und schützt den Regenwald. Du hilfst der Umwelt und schützt dich selbst vor Krankheiten…

2. Entdecke deine Möglichkeiten!

Der Gedanke, dass man bei veganer Ernährung “nichts mehr” essen kann, ist leider weit verbreitet. Die gute Nachricht ist, dass das absolut nicht stimmt. Klar, wenn man von einer stark durch tierische Produkte geprägten Ernährung auf vegane Ernährung umsteigt, dann fallen zunächst einmal viele vertraute Lebensmittel weg. Steigt man von vegetarisch auf vegan um, sind es schon weniger Dinge, auf die man verzichtet. 
Durch die wachsende Popularität der veganen Ernährung gibt es glücklicherweise immer mehr und verschiedenste Quellen, an denen du dich bedienen kannst. Immer mehr Restaurants, Cafés und Supermärkte führen verstärkt vegane Produkte und Speisen. Buchhandlungen strotzen nur so vor veganen Kochbüchern. Außerdem gibt es super viele Instagram- und Youtube-Accounts sowie Blogs, die dich mit unendlich vielen veganen Rezepten, Ideen und Anregungen versorgen. Auch auf unserem Blog findest du bereits einige Artikel und Rezepte zum Thema Veganismus

Ersatzprodukte wie Soja-Geschnetzeltes oder vegane Schnitzel auf Weizenbasis sind zwar nicht immer unbedingt super, aber besonders am Anfang eine klasse Alternative zu tierischer Ernährung.

Eine andere gute Nachricht ist diese: So gut wie jedes deiner Lieblingsrezepte lässt sich ohne viel Aufwand veganisieren! So kannst zu zum Beispiel zu veganer Butter greifen, aus Leinsamen und Wasser kinderleicht einen Eiersatz herstellen oder mit Hefeflocken eine leckere “Käse”-sauce zaubern. Lass dich von deinen Sorgen, deine liebsten Gerichte nicht mehr essen zu können, nicht abhalten.

Ich bin mir sicher, dass dich schon bald die bunte Vielfalt der veganen Küche verzaubern wird. Und als schöner Nebeneffekt verbinden sich viele neu-vegane wieder viel mehr mit natürlichen Lebensmitteln und ernähren sich automatisch gesünder. Da trauert man dem Fleisch- oder Milchgeschmack gar nicht mehr hinterher 😉 .

3. Hab Spaß!

Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Veränderungen sind anfangs häufig mit Unsicherheit und Überforderung verbunden. Das ist völlig normal, und keiner erwartet von dir, dass du von heute auf morgen der ideale Weltretter-Veganer wirst. Wo auch immer du anfängst, mache einen Schritt nach dem Anderen. Veränderungen brauchen schließlich Zeit. Aber dein Wissen und deine Fähigkeiten werden sich viel schneller vermehren, als du glaubst. Schon bald wird dir das, womit du heute noch haderst, leichter fallen. 

Vegane Ernährung ist zwar vegane Ernährung, sie ist aber dennoch vielseitig und vielschichtig. Jeder von uns lebt ein anderes Leben unter anderen Umständen. Es ist klasse von dir, wenn du beispielsweise der Umwelt zuliebe am liebsten ab morgen nur noch frische, lokale, unverarbeitete und biologisch angebaute Lebensmittel verzehren möchtest. Aber es ist total legitim und verständlich zu sagen, dass du dich vielleicht besser langsam herantastest. Nicht alles ist von jetzt auf gleich umsetzbar und machbar, und wie gesagt: Veränderungen brauchen Zeit. Setze dich also bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung bitte nicht unter Druck!

Nicht nur deine Ernährungsweise wird sich verändern. Höchstwahrscheinlich wirst du auch in Kopf und Körper Veränderungen spüren. Die meisten Umsteiger stellen bereits nach kurzer Zeit fest, dass sie sich energiegeladener, leichter und rundherum ausgeglichener fühlen. Allein dafür lohnt es sich schon, sich der veganen Ernährungsweise anzunähern, oder?

Aber, wie gesagt: Bei der Umstellung auf vegane Ernährung befindest du dich auf deinem individuellen Weg und das Wichtigste sollte sein, dass du mit Spaß bei der Sache bist. Und wenn es doch zwischendurch schwer wird, erinner dich an dein Warum und mache dir nicht so viel Druck. Gehe mit der Entdeckerlust eines kleinen Kindes an die Sache heran! 

In diesem Sinne: Viel Spaß und guten Appetit 🙂 .

Umstellung auf vegane Ernährung: Beispiel Mahlzeit angerichtet auf einem Teller

Wenn du noch mehr über die Themen gesunde Ernährung, Achtsamkeit oder Nachhaltigkeit erfahren möchtest, schaue doch mal hier vorbei.

One Comment on “Drei Tipps, die dir dabei helfen, auf vegane Ernährung umzusteigen”

  1. Hi, ich bin Luise. Neben meinem Psychologiestudium lese und schreibe ich gerne und liebe es, neue Dinge zu lernen. In diesem Blog möchte ich gerne meine Erfahrungen und Gedanken mit dir teilen. Dabei liegen mir die Themen Achtsamkeit, gesunde, bewusste Ernährung und Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Lass dich inspirieren!

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