10 Süßigkeiten, von denen du nicht denken würdest, dass sie vegan sind

Es gibt mittlerweile viele Produkte, die eindeutig mit einem “Vegan”-Symbol gekennzeichnet sind. Das macht das gezielte Einkaufen veganer Produkte um einiges einfacher. Dennoch finden sich in den Regalen der Supermärkte auch einige Lebensmittel, die zwar “von Natur aus” vegan sind, aber eben nicht besonders gekennzeichnet sind. Tatsächlich gibt es vor allem im Bereich der Süßigkeiten einige Produkte, von denen man gar nicht gedacht hätte, dass sie tatsächlich frei von tierischen Inhaltsstoffen sind. Zehn dieser Produkte stelle ich heute vor. 

Wieso sind diese veganen Produkte nicht explizit als solche gekennzeichnet?

Du kennst bestimmt den Hinweis “Kann Spuren von Erdnüssen, Milch und Ei enthalten”. Das ist ein Allergikerhinweis. Er sagt aus, dass das Produkt z.B. in derselben Halle hergestellt wird, wie Produkte, die Milch, Erdnüsse oder Eier beinhalten. Daher kann es theoretisch dazu kommen, dass feinste Partikel (beispielsweise einer Erdnuss) in das Produkt gelangen. Für jemanden, der eine starke Erdnussallergie hat, kann diese Info lebenswichtig sein. Für alle anderen ist dieser Hinweis erstmal nicht so wichtig. Denn das Produkt selbst wird ohne die im Allergikerhinweis aufgeführten Inhaltsstoffe hergestellt – ist also an sich vegan. Es gibt aber auch Veganer*innen, die solche Produkte aus dem aufgeführten Grund nicht verzehren möchten. Das ist am Ende natürlich jedem selbst überlassen. 😊

Diese Kennzeichnung ist jedenfalls letztendlich der Grund dafür, dass die Hersteller ihre Produkte nicht mit dem bekannten V-Label ausstatten dürfen. 

Bei den hier gelisteten Lebensmitteln handelt es sich um Süßigkeiten. Man kann also nicht gerade davon sprechen, dass sie “gesund” seien. Aber ab und zu sollte man sich auch mal etwas gönnen, oder? 😋

Eine Sache noch: Alle Produkte, die ich erwähne, sind rein pflanzlich. Jedoch können Produkte aus derselben Reihe, derselben Marke oder auch ähnliche Produkte von anderen Marken tierische Inhaltsstoffe enthalten. Daher solltest du beim Kauf verwandter Produkte am besten immer nochmal die Zutatenliste gegenchecken, um sicher zu gehen.

10 "versteckt" vegane Süßigkeiten

1. Ritter Sport Marzipan

Fangen wir direkt mit meinem persönlichen Favoriten an: Der Sorte “Marzipan” von Ritter Sport in der leuchtend roten Verpackung. Denn die kommt ganz ohne tierische Inhaltsstoffe aus, was vor allem der Edelbitter-Schokolade geschuldet ist. Du weißt bestimmt, dass viele Edelbitter-Schokoladen von Natur aus vegan sind, und so auch die hier verwendete. Ich war super froh, als ich herausgefunden habe, dass die Sorte vegan ist, denn die gehörte auch schon vor meiner Vegan-Zeit zu meinen absoluten Lieblingssorten. Mittlerweile hat Ritter Sport auch andere vegane Sorten herausgebracht (“Dunkle Mandel Quinoa” und “Dunkle Voll-Nuss Amaranth”). Diese sind sogar mit dem V-Label versehen. 

2. Süßigkeiten von Hitschler 

Nicht alle Produkte von Hitschler sind vegan, aber dennoch einige. Die Ufos, die Sauren Schnüre, der Volles Rohr Mix oder auch die Snippets kommen allesamt ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Super, oder? Und lecker noch dazu. Auf der Webseite des Herstellers findest du eine Übersicht aller veganen Süßigkeiten. 

3. Apfelstrudel und Blätterteig

Bei Apfelstrudel und Blätterteig denkt man sofort auch an Butter, oder? Tatsächlich sind viele Fertig-Blätterteige (z.B. von REWE Beste Wahl oder EDEKA Gut & Günstig) und auch Apfelstrudel aus dem Tiefkühler (z.B. von Coppenrath & Wiese) vegan. Vor allem Blätterteig ist vielseitig einsetzbar. Und man spart sich eine Menge Zeit! Einziger Minuspunkt bei diesen Fertigprodukten ist – neben nicht gerade sparsam eingesetztem Zucker – das oftmals enthaltene Palmfett. 

4. Skittles Crazy Sours

Eine gute Nachricht für alle Skittles-Fans: Die saure Variante ist vegan! In den normalen Skittles ist leider Karmin enthalten. Karmin ist ein aus Cochenilleschildläusen gewonnener Farbstoff, der für die roten Skittles verwendet wird – damit sind die normalen Skittles nicht vegan. Für die saure Variante in der hellgrünen Verpackung wird jedoch auf Karmin verzichtet! Wer’s also gerne auch sauer mag, kann hier (mehr oder weniger) guten Gewissens zuschlagen. 

5. nimm2 Soft

nimm2? Wohl eher “nimmdieganzePackung”! So ging es zumindest mir immer. Veganer*innen müssen auf die klassische Variante oder auch auf die Lachgummis verzichten. Denn die enthalten Bienenwachs bzw. Gelatine. Die nimm2 Soft hingegen kommen ganz ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Die schmecken zwar nicht 1:1 wie die Bonbons, aber sie verkleben zumindest genauso den Mund 😉.

6. Chipsfrisch ungarisch

Die Chipsfrisch von funnyfrisch hat wahrscheinlich schon jeder von uns einmal gegessen, oder? Die Sorte “ungarisch” war bislang nicht vegan, sogar nicht mal vegetarisch, weil sie anscheinend Anteile von Wild enthielt. Das hat sich nun geändert. Der Hersteller verzichtet neuerdings auf diesen Zusatz, was die würzigen Chips rein pflanzlich macht. Auch viele andere Sorten wie Chakalaka oder Oriental (jedoch nicht alle Varianten!) der Chipsfrisch sind vegan. Auf der Webseite des Herstellers kann man einsehen, ob das jeweilige Produkt für Veganer*innen geeignet ist. Schade nur, dass vegan nicht gleich gesund bedeutet...

Chips in einer Schale

Photo by Sean McClintock on Unsplash

7. NicNac’s BBQ

Ein ähnlicher Fall wie bei den Skittles. Die originalen Erdnüsse im Teigmantel sind leider nicht vegan, da Süßmolkenpulver, Käsepulver und andere Milcherzeugnisse enthalten sind. Die BBQ-Version jedoch kommt ohne all das aus! Und sooo anders als die normalen NicNacs schmecken sie auch gar nicht, wie ich finde.

8. Knusperone Nougat Bits / Nestlé CINI MINIS

Wer sich pflanzlich ernährt, muss nicht auf zuckergeladene, ungesunde Cerealien verzichten. Auch hier gibt es unter den Klassikern Produkte, die vegan sind. Wer’s schokoladig mag, kann auf die Nougat Bits von ALDI zurückgreifen. Auch die CINI MINIS von Nestlé kommen ohne Milcherzeugnisse aus – sind aber eben leider von Nestlé… An dieser Stelle sei wieder angemerkt, dass “dieselben” Produkte von anderen Herstellern nicht auch automatisch rein pflanzlich sind. Also im Zweifelsfall lieber immer die Zutatenliste ansehen. 

9. Manner Neapolitaner Waffeln

Die Manner-Schnitte gab es schon zur Zeit meiner Großeltern und ist immer noch ein Klassiker. Wusstest du, dass die Haselnüsse für die Schnitten ursprünglich aus der Nähe von Neapel kamen und die Waffeln daher “Neapolitaner” getauft wurden? Das Beste: Die Waffel-Schnitten mit Haselnusscreme sind schon seit sehr langer Zeit – wenn nicht sogar immer schon – vegan! Damit gehört sie zu den veganen “Einsteiger-Süßigkeiten”. Genau wie die letzte Süßigkeit auf meiner Liste…

10. Oreos

Oreos sind zwar ein Klassiker, aber dürfen genau aus diesem Grund auf dieser Liste nicht fehlen. Der Doppelkeks hatte vor einigen Jahren in Deutschland einen riesigen Boom und ist auch heute noch – trotz einiger Kritiken an der Herstellerfirma Mondelēz International – ein beliebtes Produkt. Schließlich machte die Süßigkeit auch unter Veganer*innen die Runde, da sie zu den Produkten gehörte, die zwar vegan waren, aber nicht so aussahen. Die cremige Konsistenz der Vanillecreme zwischen den beiden Keksteilen lässt vermuten, dass Milch oder zumindest Süßmolkenpulver enthalten ist. Die Zutaten sind jedoch alle harmlos (Zuckersirup, Pflanzenöl, Stärke). Auch die “Chocolate Creme”- und die “Mini”-Variante sind rein pflanzlich.


Welche Produkte, die vegan sind, aber nicht vegan erscheinen, kennst du? Teile sie doch gerne mit uns in den Kommentaren unter diesem Post!


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Mensch wirft Oreos in die Luft

Photo by SHAYAN IZADI ☄️ on Unsplash

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