5 kleine Gewohnheiten, die deinen Tag verbessern

An den meisten Tagen läuft alles eigentlich ganz gut – doch dann ist da dieser eine Tag, an dem man gefühlt zu nichts zu gebrauchen ist. So geht es mir zumindest immer mal wieder. Was du an solchen Tagen tun kannst, um deine Stimmung zu heben und dein Wohlbefinden zu steigern.

Überwältigt? Genervt? Frustriert? Oder ist heute einfach nur der Wurm drin? 

Manchmal sind wir aus gutem Grund schlecht gelaunt – und manchmal kommt die schlechte Stimmung aus dem Nichts. 

Natürlich haben unsere Emotionen immer irgendwo einen Ursprung. Es ist jedoch nicht immer so leicht, diesen Ursprung auch als solchen zu erkennen. Und manchmal geht es uns auch nicht darum, zu ergründen, wieso genau wir uns jetzt schlecht fühlen. Zwar kann es helfen, sich auf die Suche nach der Quelle der (negativen) Emotion zu machen. Haben wir sie gefunden, ist das aber keine Garantie dafür, dass wir uns auch wirklich besser fühlen. 

Für unser seelisches Wohl kann es auch wichtig sein, diese Emotionen einfach mal SEIN zu lassen. So kann es sich beispielsweise unglaublich befreiend anfühlen, einfach mal die Tränen fließen zu lassen oder ein wenig in der eigenen Melancholie zu schwelgen. Problematisch wird es, wenn wir unseren Frust gegen unsere Mitmenschen richten oder lange Zeit in depressiver Stimmung verharren. 

Bestimmt kennst du aber auch die Momente, in denen wir genervt sind, weil wir genervt sind. Mich stört es selbst zum Beispiel immer total, wenn ich schlecht drauf bin. Ich habe keine Lust auf die Person, die ich dann bin; auf die Gedanken, die ich dann habe. Das heitert meine Stimmung dann natürlich nicht gerade auf, sondern lässt sie noch mehr in den Keller sinken. So wie in einer Abwärtsspirale. Dann ist der ganze Tag im Eimer.

Aber muss das sein? 

Nein. Über die Jahre habe ich gelernt, dass ich aktiv etwas dafür tun kann, dass sich meine Stimmung bessert. Das schwierigste dabei ist, das Popöchen hochzukriegen. Denn meist haben wir, wenn wir schlecht gelaunt sind, kein Interesse an stimmungsaufhellenden Aktionen. Wir wollen dann einfach nur in Ruhe gelassen werden und in unserem Kummer versinken.

Wieso ist das so?

Wenn wir negativen Emotionen erleben, sinkt unser Aktivitätsniveau. Wir sind inaktiver, langsamer, und auch körperlich machen wir uns klein. Das suggeriert unserem Gehirn Sicherheit. Und Sicherheit ist sehr wichtig, denn unser Gehirn möchte allem voran zu jedem Zeitpunkt unser Überleben sichern. In Momenten schlechter Stimmung ist es für uns daher kontraintuitiv, beispielsweise durch die Gegend zu tanzen oder zu lachen. 

Die gute Nachricht: 

Wir können unser Gehirn austricksen. Wie Tony Robbins so schön sagt: “Emotion is created by motion” (dt.: “Emotionen entstehen durch Bewegung”). Unser Körper steht in ständigem Kontakt zu unserem Gehirn. Wenn wir uns bewegen, wird dieses Signal ans Gehirn weitergegeben. Dieses interpretiert die Bewegung dann. Weinen wir beispielsweise, signalisiert uns unser Gehirn, dass wir traurig sind. 

(Andersherum fangen wir auch an zu weinen, wenn unser Gehirn das Signal an den Körper sendet, dass wir traurig oder wütend sind. Die ganze Sache ist also ein bisschen verzwickt. In der Emotionsforschung herrscht immer noch keine wirkliche Einigkeit darüber, ob Emotionen nun im Gehirn oder im Körper beginnen.)

Worum es mir geht: 

Wenn wir uns schlecht fühlen, haben wir erstmal keine Lust, uns zu bewegen oder großartig aktiv zu werden. Genau das ist es aber, was uns dabei helfen kann, unsere Stimmung zu aufzubessern. 

Am effektivsten ist es also, wenn wir aktiv werden, und etwas tun, was uns unser Gehirn zunächst nicht von selbst vorschlagen wird. 

Was das im einzelnen sein kann? Hier ein paar Vorschläge.

5 kleine Gewohnheiten, die deinen Tag verbessern und deine Stimmung aufhellen

1. Räume um dich herum auf

Wenn wir unsere Wohnung aufräumen, dann entsteht oft auch Raum in unseren Köpfen. Bringst du deine Umgebung in Ordnung, so kann sich deine Stimmung innerhalb weniger Minuten bessern. Das schöne hieran: Gleichzeitig hast du das Gefühl, wirklich was geschafft zu haben und produktiv gewesen zu sein. 

Natürlich musst du nicht direkt deine ganze Wohnung umkrempeln – Es reichen schon 10 Minütchen, in denen du deinen Schreibtisch aufräumst, das Geschirr spülst oder dein Bett frisch beziehst...

Staubsauger saugt Konfetti

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2. Atemübung / Meditation

Wir atmen unzählige Male am Tag. Aber wie viele Male davon atmen wir wirklich tief durch?
Dir ein bisschen bewusste Zeit für dich selbst zu nehmen, kann Wunder wirken. Du kannst zum Beispiel selbstständig einige Male tief ein- und ausatmen oder meditieren. 

Was aber auch helfen kann, sind angeleitete Atemübungen oder Meditationen. Auf YouTube oder in kostenlosen Apps wie InsightTimer gibt es einige Atmenübungen und Meditationen speziell für solche Momente, in denen es dir nicht so gut geht.

3. Den eigenen Körper bewegen

Egal ob du einen Spaziergang machst, zu einem Song deiner Wahl abtanzt oder eine anstrengende Workout-Session einlegst – Wenn wir unseren Körper bewegen, werden Glückshormone ausgeschüttet. Das kann deine Stimmung im Nu heben. 

Dabei frische Luft abzubekommen, ist übrigens nie ein schlechte Idee.

4. Schreibe dir selbst eine To-Do-Liste oder einen Projektplan

Besonders, wenn schlechte Stimmung aufkommt, weil du dich überfordert oder ausgelastet fühlst, kann dir dieser Punkt helfen.

Wie man so schön sagt, sehen wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Es gibt unglaublich viel zu tun, so viel, an das wir denken müssen. Diese ganzen Gedanken einmal niederzuschreiben und in To-Dos umzuwandeln, kann Wunder wirken. Hast du ein größeres Projekt vor dir, dann versuche, dieses in möglichst konkrete, kleine Teilschritte zu unterteilen. So siehst du, welchen nächsten Schritt du gehen kannst und wie du an dein Ziel gelangen kannst. 

Für manche Personen ist es eher kontraproduktiv, detaillierte To-Do-Listen zu schreiben, weil es sie unter Druck setzt und weil man sieht, was man alles noch vor sich hat. Gehörst du zu diesen Menschen, dann kann Journaling etwas sein. Hier kannst du deinen Gedanken freien Lauf lassen oder dich auf dem Papier einfach mal auskotzen. :-)

5. Lache oder sei albern

Das letzte, worauf wir Lust haben, wenn wir mies gelaunt sind, ist es wahrscheinlich, zu lachen und Spaß zu haben. Genau das kann dir aber enorm helfen. Denn wenn wir lachen, denkt unser Gehirn, dass wir glücklich sind und schüttet Glückshormone aus. 

Probier es einfach mal aus: Versuche, zu lächeln oder sogar zu lachen. Es ist völlig okay, wenn dein Lächeln zunächst kein “echtes” Lächeln ist – versuchst du es zu halten, wird dir die Situation irgendwann so absurd vorkommen, dass es gut sein kann, dass du in echtes Gelächter ausbrichst. Mission accomplished. 

Auch Spielen oder albern sein mit Haustieren, Kindern, oder anderen geliebten Menschen kann deine Stimmung aufhellen. Wenn du dich nicht nach Kontakt zu anderen fühlst, dann schaue dir doch im Internet Videos an, über die du lachen kannst oder die dich auf positive Gedanken bringen. Klingt banal (ist es auch), aber es hilft.

Eine kleine Selbstfürsorge-Übung 

Besonders nützlich kann es sein, wenn du dir 3-5 Dinge auf einen kleinen Zettel schreibst, die du tun kannst, wenn es dir schlecht geht. Dinge, die dir Kraft geben und deine Stimmung bessern. Diesen Zettel kannst du beispielsweise in deinem Portemonnaie aufbewahren.

Wenn du dann schlecht gelaunt bist, hast du ein paar Vorschläge zur Hand, die dich motivieren können. Denn, wie gesagt: Dein Kopf wird dir eher zu Inaktivität raten.

Diese Punkte sind sehr individuell. Schließlich sind wir alle unterschiedlich. Die einen mögen es, zu kochen, die anderen werden gern sportlich aktiv und wieder andere suchen jemanden zum reden. Schreibe also nur solche Dinge auf, die mit dir auf irgendeiner Ebene resonieren.

Auch hilfreich ist es, die “Stimmungsaufheller”-Aktivitäten danach auszusuchen, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht. Erreicht dich während der Arbeit eine aufwühlende Nachricht, dann solltest du eine Aktivität finden, die du innerhalb von 5-10 Minuten umsetzen kannst.

Hingegen hast du vielleicht mehr Zeit, um dir selbst etwas Gutes zu tun, wenn deine Kinder abends schon im Bett sind. 

Mein Zettel sieht beispielsweise so aus:

Selbstfürsorge Übung paigh

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1 Kommentar

Danke für den Artikel! Das mit der Bewegung stimmt wirklich, zumindest hilft es mir immer. Ich gehe auch oft spazieren.. raus an die frische Luft. Alleine Musik hören, hebt meine Stimmung manchmal.
V.a. den Punkt “Backen” auf deiner Liste, kann ich sehr gut nachvollziehen!
:-)

Anita 11 Juni, 2021

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